Lohntipp: Wann sind Feiertags- und Sonntagszuschläge steuerfrei?


Viele Unternehmen zahlen Feiertagszuschläge, um ihren Mitarbeitern die Arbeit an Feiertagen zu versüßen. Dabei sollte lohnsteuerrechtlich einiges beachtet werden, sodass diese Zuschläge auch tatsächlich steuerfrei bleiben.

Damit Zuschläge für tatsächlich geleistete Sonntags-, Feiertags- oder Nachtarbeit steuerfrei gezahlt werden können, müssen sie zusätzlich zum ohnehin geschuldeten Arbeitslohn gewährt werden und dürfen bestimmte Prozentsätze des Grundlohns nicht übersteigen. Grundsätzlich erfordert diese Steuerbefreiung Einzelaufstellungen der tatsächlich erbrachten Arbeitsstunden an Sonntagen, Feiertagen oder zur Nachtzeit. Dadurch soll gewährleistet werden, dass ausschließlich Zuschläge steuerfrei bleiben, bei denen betragsmäßig genau feststeht, dass sie nur für die Sonntags-, Feiertags- oder Nachtarbeit gezahlt werden und keine allgemeinen Gegenleistungen für die Arbeitsleistung darstellen.

Werden nachweislich Zuschläge für tatsächlich geleistete Sonntags-, Feiertags- oder Nachtarbeit zusätzlich zum Grundlohn gezahlt, kann der Arbeitnehmer die Steuerfreiheit im Rahmen der Einkommensteuerveranlagung auch dann geltend machen, wenn der Arbeitgeber die Zuschläge im Lohnsteuerabzugsverfahren nicht als steuerfrei behandelt hat.

Welche Tage als gesetzliche Feiertage gelten, richtet sich grundsätzlich nach den am Ort der Arbeitsstätte maßgebenden landesrechtlichen Bestimmungen. Beispielsweise sind Oster- und Pfingstsonntag z.B. in 15 von 16 Bundesländern keine gesetzlichen Feiertage (Ausnahme: Brandenburg). Lohnsteuerrechtlich zählen allerdings auch der Ostersonntag – sowie der Pfingstsonntag – zu den “gesetzlichen Feiertagen”. Werden diese steuerlichen Vorschriften beachtet, bleibt der Feiertagszuschlag steuerfrei.

Übrigens: Wird am 01. Mai gearbeitet, handelt es sich um „besondere Feiertagsarbeiten“, für die ein steuerfreier Zuschlag von 150% gezahlt werden darf.

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