Corona Krise


Corona – Krise

Was ist möglich? Wer hilft? Und ganz wichtig, wie wird geholfen?

In dieser schwierigen Situation gilt es stets den Überblick zu behalten.  Noch sind nicht alle Maßnahmepakete klar geregelt. Aber auf dieser Seite finden Sie wichtige Links zu Publikationen, Formularen oder Hinweisen. Wir sind ständig dabei die Aufstellung weiter zu aktualisieren.

 

Stundung der SV Beitragszahlungen

Der GKV Spitzenverband weist in seiner Pressemitteilung darauf hin, dass eine Stundung der Sozialversicherungsbeiträge nur dann möglich ist, wenn alle Maßnahmen aus den verschiedenen Hilfspaketen und Unterstützungsmaßnahmen der Bundesregierung ausgeschöpft sind. Die Stundung ist derzeit nur für den Zeitraum März und April begrenzt. Sollte ein entsprechender Antrag auf Stundung gestellt werden müssen, ist der Antrag bei jeder Krankenkasse zu stellen bei denen Beschäftigte versichert sind. Gerne stellen wir Ihnen ein entsprechendes Muster zur Verfügung. Ebenso unterstützen wir Sie auch bei der Antragstellung.

 

Erstattung der Sondervorauszahlung

Die Berliner Finanzverwaltung hat mitgeteilt, dass Steuerpflichtige, die wirtschaftlich von den Folgen der Corona-Krise betroffen sind, in begründeten Ausnahmefällen ab sofort bei ihrem Finanzamt einen Antrag auf Erstattung der Sondervorauszahlungen (1/11) auf die Umsatzsteuer für das Jahr 2020 stellen können.

Die Sondervorauszahlungen werden damit “auf null gestellt”; bereits gezahlte Beträge werden von den Finanzämtern in voller Höhe erstattet.

Sprechen sie uns an, wenn wir hier für Sie tätig werden sollen.

 

Soforthilfe Paket II Berlin – Zuschüsse des Landes und des Bundes 

Für Kleinst- und Solounternehmen stellen sowohl der Bund als auch das Land Berlin Zuschüsse zur Verfügung. Diese können ab Freitag, 27.03.2020 um 12 Uhr über die Website der Investitionsbank Berlin online beantragt werden. Dies soll über ein Onlineformular möglich sein, was auf der Website ausgefüllt und abgeschickt wird. Dafür soll es keiner Registrierung bedürfen und es ist wohl derzeit auch kein Upload von Unterlagen vorgesehen.

Diese Zuschüsse können von Unternehmen in Anspruch genommen, die Ihren Sitz in Berlin haben UND aufgrund der Corona-Krise in wirtschaftliche Schwierigkeiten geraten sind.

  • Unternehmen mit bis zu 5 Beschäftigten stehen insgesamt bis zu 14.000 EUR (Landes- und Bundesmittel) zur Verfügung.
  • Unternehmen mit mehr als 5 und bis zu 10 Beschäftigten stehen 15.000 EUR aus Bundesmitteln zur Verfügung.

Ziel der Investitionsbank Berlin ist es, dass das Geld innerhalb von 3 Tagen nach erfolgter Antragsstellung überwiesen wird.

Weitere Infos hierzu: https://www.ibb.de/de/wirtschaftsfoerderung/themen/coronahilfe/corona-liquiditaets-engpaesse.html

 

Soforthilfe-Paket I – Rettungsbeihilfe Corona

Kleinere und mittlere Unternehmen mit Betriebsstätte in Berlin (auch Unternehmen, die jünger als 3 Jahre sind) können Überbrückungskredite bis zu 500.000 EUR beantragen.

Diese werden zinslos gewährt und sind nach 2 Jahren in einer Summe zurückzuzahlen. Hiermit soll die kurzfristige Liquidität der Unternehmen gefördert werden, so dass bspw. Mieten und Personalaufwendungen beglichen werden können. Hier wird jedoch von der IBB eine selbstschuldnerische Bürgschaft in Höhe des beantragten Darlehens durch die wirtschaftlichen Berechtigten bzw. gesetzlichen Vertreter der Unternehmen gefordert.

Diese Anträge sind ausschließlich online über das Kundenportal der IBB zu stellen. Hier sind diverse ergänzende Dokumente zusammenzustellen und hochzuladen. Aufgrund der hohen Nachfrage kommt es hier derzeit zu Einschränkungen und Verzögerungen im Kundenportal der IBB.

Weitere Infos hierzu: https://www.ibb.de/de/foerderprogramme/liquiditaetshilfen-berlin.html

 

Soforthilfe für Unternehmer in Brandenburg

Das Sofortprogramm der Investitionsbank des Landes Brandenburg umfasst ebenfalls die Förderung in Form von Zuschüssen.  Der Antrag ist gemeinsam mit entsprechenden Unterlagen per E-Mail an zu senden. Eine Beantragung ist bereits möglich.

 

Der Zuschuss kann von Unternehmen mit einer Betriebs- oder Arbeitsstätte in Brandenburg mit bis zu 100 Beschäftigten in Anspruch genommen werden, die aufgrund der Corona-Krise in wirtschaftliche Schwierigkeiten geraten sind.

  • Unternehmen mit bis zu 5 Beschäftigten erhalten bis zu 9.000 EUR,
  • Unternehmen mit bis zu 10 Beschäftigten erhalten bis zu 15.000 EUR,
  • Unternehmen mit bis zu 50 Beschäftigten erhalten bis zu 30.000 EUR,
  • Unternehmen mit bis zu 100 Beschäftigten erhalten bis zu 60.000 EUR,

 

Weitere Infos hierzu: https://www.ilb.de/de/wirtschaft/zuschuesse/soforthilfe-corona-brandenburg/

 

Kredite von der KfW

Darüber hinaus gibt es diverse Möglichkeiten KfW-Förderkredite für Betriebsmittel bei der Hausbank zu beantragen. Besonderheit hierbei ist insbesondere, dass in Abhängigkeit von der Laufzeit der Krediten die ersten 1-2 Jahre tilgungsfrei sind.

Weitere Infos hierzu: https://www.kfw.de/KfW-Konzern/Newsroom/Aktuelles/KfW-Corona-Hilfe-Unternehmen.html

 

Selbstverständlich unterstützen wir Sie bei der Zusammenstellung aller notwendigen Unterlagen. Wenn sie eine Liquiditätsplanung benötigen, besprechen wir mit Ihnen gerne die notwendigen Angaben und erstellen auch entsprechende Planungen für Sie.

 

Aussetzung der Insolvenzantragspflicht:

Die Insolvenzantragspflicht ist bis zum 30. September 2020 vorübergehend ausgesetzt. Dies gilt– ausnahmsweise – nicht, soweit die Insolvenz auf andere Gründe als die Corona-Krise zurückzuführen ist. Beim Vorliegen einer Zahlungsunfähigkeit ist für die Aussetzung der Antragspflicht zudem erforderlich, dass Aussichten auf eine Beseitigung der Zahlungsunfähigkeit bestehen. Es soll zugunsten des (Insolvenz-)Schuldners grundsätzlich die Verknüpfung der Insolvenzreife mit der Corona-Krise bzw. die Aussicht auf Beseitigung der Zahlungsunfähigkeit gesetzlich vermutet werden, vorausgesetzt der (Insolvenz-)Schuldner war am 31. Dezember 2019 noch zahlungsfähig. Die stellt eine erhebliche Beweiserleichterung für den (Insolvenz-)Schuldner dar. Wie immer in diesem rechtsgebiet empfehlen wir Ihnen stets rechtliche Beratung eines Rechtsanwaltes.

Anmerkung: Die Aussetzung der Insolvenzantragspflicht kann durch das BMJV (Bundesministerium für Justiz und für Verbraucherschutz) bis zum 31. März 2021 verlängert werden.